Impressionen

Schultag zur Wasserrahmenrichtlinie / Nitratgebiete (21. November 2019)

Am 21. November 2019 waren wir im LfULG in Zwickau, um uns drei Vorträge zur Problematik Nitrat im Grundwasser anzuhören. Dabei ging es vor allem um die Erfassung der Messwerte mit dem Messnetz. Nicht nur uns Fachschülern, sondern auch den Landwirten wurde erklärt, wo die Messstellen sind und wie die Messwerte zustande kommen.

Als der erste Vortrag beendet war, kam es zu einer intensiven Diskussion zwischen Landwirten und dem Vertreter des Messnetzes. Die Landwirte hatten viele Fragen und auch Probleme, die geklärt werden mussten. Allerdings hatte man an mancher Stelle das Gefühl, dass der Vertreter von Messnetz keine richtige und konkrete Antwort geben konnte, obwohl er vom Fach war und diese Fragen eigentlich spielend hätte beantworten können müssen. Auch ging es um die schlechte Erreichbarkeit vom Messnetz bei Fragen und Problemen.

12 Uhr war der Vortrag beendet und nach dem Mittag ging es dann gestärkt nach Cainsdorf (OT von Zwickau). Dort waren wir auf unserem eigenen Betrieb, dem LwB Jens Riedel, um eine Bonitur im Raps durchzuführen. Als erstes schauten wir uns die Technik an, mit welcher der Raps gesät und gesund gehalten wird. Danach sind wir auf das zu bonitierende Rapsfeld gelaufen. Dieses befindet sich 100 m vom Treffpunkt entfernt. Dort wollten wir z.B. mit Hilfe einer Schneckendecke und einer Gelbschale den Rapsbestand auf Schädlinge untersuchen. Die Decke und die Gelbschale hatte ich bereits 5 Tage vorher ausgelegt. Leider war die Gelbschale nicht mehr auffindbar und das Feld konnten wir daher nur auf Schneckenbefall untersuchen. Auf Grund der kalten Temperaturen der vergangenen Tage war aber auch kein Nachweis über einen Schneckenbefall zu erbringen.

Danach führten wir noch eine Spatenprobe durch, um den Boden auf seine Durchwurzelung zu untersuchen. Als nächstes entnahmen wir noch eine Pflanze und schnitten sie auf, um sie auf Larven und Käfer zu untersuchen. Mit einem Zählrahmen stellten wir dann noch fest, wie viele Pflanzen auf einem Quadratmeter standen. Auch diese Zählung brachte interessante Ergebnisse, besonders wenn man die Anzahl der ausgebrachten Samenkörner betrachtet. Alles im allen waren meine Mitschüler und ich sehr zufrieden mit dem Raps, was mich sehr gefreut hat.

Gegen 15 Uhr ging es noch auf ein Feld, in dem im späten Sommer Zwischenfrucht angebaut wurde, um auch dort eine Bonitur zu verrichten. Allerdings spielte das Wetter leider nicht ganz so mit, wie wir es wollten. Und so waren wir gezwungen, nach einer Stunde Nieselregen die Bonitur zu beenden. Als kleinen Abschluss sind wir noch auf unseren Hof gefahren. Dort ließen wir den Tag entspannt mit Wiener und Kaffee ausklingen. Am Schluss gab es für alle Interessierten noch eine kleine Betriebsführung, bei der viele interessante Fragen gestellt wurden und auch so manch gutes Fachgespräch zu Stande kam.

Es war ein interessanter Tag mit vielen neuen Erkenntnissen und neuen Anregungen. Auch vermittelte mir dieser Tag den einen oder anderen Aspekt, auf welchen man in Zukunft, bezüglich des Rapsanbaues, genauer achten sollte.

Text: Franz Riedel
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