Impressionen

Kennlerntag im Erzgebirge (2. Dezember 2019)

Der 2. Dezember 2019 war der erste Tag unserer 2-tägigen Kennenlern-Exkursion durch das Erzgebirge. Wir besuchten einen Betrieb in Drehbach, der zur Kooperation Greifenstein gehört. In einem Vortrag erfuhren wir, dass es noch weitere Kooperationspartner gibt. Alle Betriebspartner helfen sich zwar gegenseitig uneingeschränkt und kaufen die gleiche Technik, aber trotzdem steht jeder Teil für sich. Insgesamt bewirtschaften die neun Betriebe eine Fläche von 4.480 Hektar und haben einen Tierbestand von zirka 3.900 GVE. Unter den Tieren befinden sich Milchkühe, Mutterkühe und ein paar Schweine. Aber nicht nur die Kooperation mit den Nachbarbetrieben ist eine Besonderheit. Es gibt eine Abkalbepause, um den gesamten Repro-Bereich zu reinigen und anschließend gründlich zu desinfizieren. Natürlich wird diese Zeitspanne von den Mitarbeitern genutzt, um auch mal Urlaub zu machen. Außerdem wird sehr viel Wert auf Grünlandpflege gelegt. Nach jedem Schnitt wird etwas nachgesät oder an Steilhängen mit den Mutterkühen gepflegt.

Beim Betriebsrundgang hat man gesehen, dass viel Geld in Richtung Tierwohl in die Hand genommen wird. Das zeigten die Neugestaltung der Liegeplätze, ein neuer Side-by-Side Melkstand, um schonender zu melken und die Erneuerung der Futtertische, um den Dreck im Futter zu reduzieren. Fazit war für mich: ein sehr interessantes Konzept, aus dem ich viel mitnehmen konnte.

Der nächste Programmpunkt wäre eigentlich die Besichtigung des Fichtelberges gewesen. Allerdings mussten wir umplanen, da man vor Nebel die eigene Hand vor den Augen nicht gesehen hat. Die willkommene Alternative war der wunderschöne kleine erzgebirgische Weihnachtsmarkt in Annaberg. Neben einem Mittagessen gab es für den einen oder anderen zahlreiche Geschenkideen für die Familie oder kleine Naschereien für den restlichen Tag.

Weiter ging es nach Crottendorf. Wahrscheinlich kann nicht jeder etwas mit der Crottendorfer Schwarzarbeit anfangen, aber vielleicht riechen. Die Rede ist natürlich von Räucherkerzen, die einfach zur Weihnachtszeit dazugehören. Besagte Kerzen haben wir in Crottendorf selbst hergestellt. Der Holzkohle verdanken sie die Bezeichnung Schwarzarbeit. Es gab wohl niemanden, der nach dem Kneten und Formen noch saubere Hände hatte.

Das Highlight des Tages war wohl für die meisten der Abend in der Jugendherberge. Wir fanden uns im »Bauernstübel« zusammen, spielten Karten oder quatschten einfach nur. Eines war gewiss: der Abend wurde von Stunde zu Stunde geselliger und alle lernten sich besser kennen.

Ein wunderschöner Tag im Erzgebirge – so macht Schule Spaß. Man lernt einiges Kulturelles und Praxisrelevantes.

Text: Barnabas Bräutigam
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