Wir lieben Kühe

Arbeitskreis Milch in Rothenacker

Am 28.11.2017 fand in der Güterverwaltung »Nicolaus Schmidt« der Arbeitskreis Milch statt. Nach einem allgemeinen Einstieg durch Frau Dög über die momentane agrarpolitische Lage, stellte Herr Pommer eine Ausarbeitung über den Energiebedarf bei der Milchproduktion vor. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie man den Energiebedarf reduzieren kann.

Mit dem Satz »Wir lieben unsere Küh« wird man bei der Ankunft am 2016 erbauten Milchviehstall von einem großen Plakat begrüßt. Nach diesem einfachen Slogan wird im thüringischen Rothenacker gearbeitet. Das Tierwohl steht an erster Stelle, das durch den Erhalt des Tierschutzpreises in diesem Jahr verdeutlicht wurde. Es hätte viel Geld bei Bau des Milchviehstalles gespart werden können. Doch der Mehraufwand macht sich bezahlt, berichtete Stefan Kühne, der Geschäftsführer der Güterverwaltung. Glückliche Kühe geben mehr Milch und werden weniger krank. Außerdem hat sich die Fruchtbarkeit stark verbessert.

In der Anlage in Rothenacker werden täglich rund 30.000 Liter koschere Milch hergestellt. Sie wird nach Israel, USA und die Schweiz geliefert. Aus dieser Milch werden hauptsächlich Speiseeis und Schokolade hergestellt.

Bei koscherer Milch wird durch einen Rabbi (einem jüdischen Gelehrten) die Milchanlage kontrolliert. Er achtet darauf, dass sich kein Tierblut in die Milch mischt. Deshalb dürfen keine operierten Tiere gemolken werden. Diese werden in einem extra Tank gemolken. Die geprüfte Milch wird durch Plomben versiegelt und gesegnet.

Text: Sandro Ehrhardt (Schönberg)

Impressionen: Arbeitskreis Milch in Rothenacker
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